Ekin Fil
Maps
LP HMS 048


Groove.de

September 2018

Die Gespenster die durch das Werk von Ekin Fil spuken sind sozialer und gesellschaftlicher Natur. Ihr achtes Album in fünf Jahren, Maps (The Helen Scarsdale Agency), vermittelt ähnlich wie alle Vorgänger ein tiefsitzendes Unbehagen mit dem Zustand der Welt, der Türkei, ihrer Stadt Istanbul, wie auch ihrer unmittelbaren persönlichen Umgebung. Eine Beklemmung deren Ausdruck nach innen zeigt. Wut und Angst werden nicht zu Aggression und Lautstärke sondern in sich gekehrte Melancholie und Stille. Die kargen Sounds und ihre endlos in Hall verspiegelte Stimme verlieren sich beinahe im ewigen immer präsenten Grundrauschen. Das ist weder das isolierte Glück des auf sich selbst zurückgeworfenen Einsiedlers noch die Resignation des allzu empfindlichen Künstlersubjekts. Es ist irgendetwas dazwischen und es hat mit Hoffnung zu tun. - Frank P. Eckert